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Verhalten bei Verbrennungen

Erste Hilfe bei Brandverletzungen
Verbrennungen entstehen durch Hitzeeinwirkung. Dabei ist es gleich, ob es sich um offenes Feuer, heiße Gegenstände, heiße Flüssigkeiten, elektrischen Strom, Wasserdampf oder die Sonne handelt. Verbrennungen werden in drei Gruppen (Verbrennungsgrade) eingeteilt:

1. Grad: Rötung der Haut (z.B. Sonnenbrand);
2. Grad: Rötung der Haut mit Blasenbildung;
3. Grad: Gewebezerstörung


Sind die Brandverletzungen frisch, so ist der Verbrennungsgrad meist noch nicht erkennbar. Sind mehr als 15% der Körperoberfläche verbrannt, besteht Lebensgefahr. Es ist also weniger der Verbrennungsgrad als vielmehr die Ausdehnung auf der Körperoberfläche maßgebend. Die Ausdehnung lässt sich an Hand der Neunerregel (siehe Tabelle) bestimmen. Das heißt: Der ganze menschliche Körper ist in Abschnitte zu je neun Prozent eingeteilt. Hervorgerufen durch Schmerzen, Stoffwechselstörungen und Flüssigkeitsverlust kommt es zum Schock (an Schockbekämpfung denken: Beine hoch, zudecken, beruhigen). Zudem sind Brandwunden sehr anfällig für eine Infektion. Deshalb ist es falsch, die alten vielgepriesenen "Hausmittel" wie Fett, Öl, Mehl, Puder, Salben und dgl. anzuwenden. All diese Mittel sowie die auftragenden Hände sind niemals keimfrei, und es kommt deshalb leicht zu Infektion der Brandwunde. Langwierige Eiterungen und hässliche Narben, die sich oft nachträglich zusammenziehen und dadurch zu Bewegungseinschränkungen führen können, sind die Folge. Brandwunden will der Arzt im unveränderten Zustand sehen, so kann er schnell und meist komplikationslos heilen.

Körperabschnitte
g
Vorderseite
Rückseite
Kopf u. Hals 9%
g
g
g
Arme je 9%
g
g
g
g
Oberarm
je 2%
je 2%
g
Unterarm
je 1,5%
je 1,5%
g
Hand
je 1,0%
je 1,0%
Rumpf 4x9%
g
g
g
g
Oberkörper
je 9%
je 9%
g
Unterkörper
je 9%
je 9%
Beine je 2x9%
g
g
g
g
Oberschenkel
je 4%
je 4%
g
Unterschenkel
je 4%
je 4%
g
Fuß
je 1%
je 1%

Erste Hilfe bei Brandverletzten
Verbrannte Stellen sind so schnell als möglich unter fließendes Wasser zu halten oder in kaltes Wassre einzutauchen. Das hat so lange zu geschehen, bis Schmerzfreiheit eintritt, was etwa 10 bis 20 Minuten dauern kann. Dann sind die geschädigten Körperstellen keimfrei zu bedecken. Dies geschieht am besten mit einem Brandwundenverbandspäckchen oder einem Verbandtuch. Diese sind in einer durchsichten Kunststofffolie verpackt und im Gegensatz zu normalen Verbandpäckchen rot beschriftet. Auf der Rückseite befindet sich jeweils eine Gebrauchsanweisung.

Das Brandwundenverbandpäckchen besteht aus einer Mullbinde, an deren Anfang ein rund 30 cm² großes, steriles Tuch befestigt ist. Bei Gebrauch ist zunächst die Umhüllung zu entfernen. Dann fasst man die Binde an den blau gekennzeichneten Stellen und reißt die Fäden auseinander. Nun lässt sich das Tuch entfalten und auf die Wunden legen.

Verbandtücher gibt es in verschiedenen Größen. Sie sind, nachdem die Umhüllung entfernt wurde, an den blauen Schleifen zu fassen und auseinander zuziehen. Mit diesem Tuch lassen sich selbst ausgedehnte Flächen bedecken.

Außerdem gibt es Verbandtücher mit aufgedampfter Aluminiumfolie. Diese Folie verklebt nicht mit der Wunde. Die Wundabsonderung wird durch das Aluminium hindurch von einem saugfähigen Vlies aufgenommen. Gleichzeitig hemmt dieses Tuch die Vermehrung von Bakterien. Bei noch größeren Verbrennungsflächen kann der Verletzte auch in ein sauberes Betttuch eingeschlagen werden. Nicht bedeckt werden dürfen Verbrennungen im Gesicht und der Augen. Der Verband hat drucklose zu erfolgen, das heißt, dass Bindengänge nicht über die geschädigte Stellen führen sollen. Angeklebte Kleidungsstücke sind auf der Wunde zu belassen und in den Verband mit einzubeziehen. Brandblasen dürfen nur vom Arzt geöffnet werden. Sollte kein Wasser zur Verfügung stehen, so ist sofort ein keimfreier Verband anzulegen.

Verbrennungen der Atemwege
Bei Verbrennungen der Atemwege durch die Hitzeeinwirkung einer Explosion oder Stichflamme besteht Erstickungsgefahr. Damit Personen mit solchen Verletzungen vorranig versorgt werden können, dem anwesenden Rettungsdienst fort Bescheid zu geben.